Nichts für schwache Nerven: Compagnie des Indes T.D.L. Distillery 16

Unser letzter Stop der Rumreise führte uns nach Trinidad und Tobago. Hier stellte uns Rene den Compagnie des Indes T.D.L. Distillery 16 vor.

©  Rum Depot

Auch wenn sie über ihre eigen Firmengeschichte sehr wenig erzählen, hat Compagnie des Indes (CDI) 2014 auf dem German Rum Festival direkt auf sich aufmerksam gemacht. Durch ihre Namensanspielung möchte das Unternehmen mit Sitz in Frankreich deutlich machen, dass sie wie die Ost-Indische Handelsflotte ihren Fokus auf die besten Rumsorten der Welt gelegt haben und diese als Independent Bottler nach Europa importieren. Doch wer jetzt nur an Single Cask Abfüllungen denkt, liegt eindeutig falsch. Denn ihr Produktportfolio umfasst auch ausgewählte Blends oder Abfüllungen mit einem speziellen Finish. Auch bei der Auswahl der Destillerien lassen sie sich nicht einschränken und beziehen ihre Fässer nicht nur von Barbados, Jamaica oder Guyana. Nein auch kleinere Länder wie Indonesien, Belize oder Haiti finden bei Compagnie des Indes ein zu Hause.

Herstellung

Durch die Namensgebung als auch auf dem Etikett könnt ihr erkennen, dass der heutige Rum von der Destillerie Trinidad Distillers Limited stammt. Egal welchen Rum ihr von TDL in den Händen haltet, alle werden erstmal nach demselben Vorgehen hergestellt. Zuerst wird die Melasse in den Column Stills destilliert und anschließend in einmal benutzten Weißeichefässer (Ex-Bourbon) abgefüllt. Der Compagnie des Indes T.D.L. Distillery 16 durfte dann für 16 Jahre reifen bevor er bei Fassstärke abgefüllt wurde.

Geruch

Der erste Duft nach einer Kräutermischung war für einen Rum eher untypisch. Es erinnerte mich an eine Mischung aus frisch aufgebrühter Minze, Thymian und Menthol. Dazu kamen dann auch noch passend Rauchnoten, die so manch ein Whiskyherz höher schlagen lassen werden.

Geschmack

Meine Assoziation nach dem ersten Schluck war ein aromatischer schwarzer Tee. Ich würde das Aroma des Compagnie des Indes T.D.L. Distillery 16 sogar als kräftig und sehr intensiv beschreiben. Dafür sprechen neben dem Geschmack nach schwarzem Tee auch die Noten von Gewürzen und Menthol. Die Mentholnoten hielten sogar bis zum Abgang an und wurden noch durch die Holzfassaromen ergänzt.

Fazit

Fans von Kräuteraromen und Whiskynoten halten mit dem Compagnie des Indes T.D.L. Distillery 16 einen sehr schön ausbalancierten und aromatischen Rum in den Händen. Aus meiner Sicht ist der Preis von knapp 120 Euro hierfür mehr als angemessen.

Meinen Eindruck könnt ihr auch HIER in der Rum Tasting Notes App sehen.

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