Unsere Rumreise führt uns heute auf die kanarische Insel Gran Canaria wo die Destilerías Arehucas Distilleries ihren Sitz hat. Hier verkosten wir den Ron Arehucas Carta Blanca, der mir netterweise von einem sehr guten Freund als Urlaubsgeschenk mitgebracht wurde.

FLasche vom Ron Arehucas Carta Blance

Geschichte & Background zur Destillerie

Vielen sind die kanarischen Inseln, zu denen auch Gran Canaria gehört, meist nur als Urlaubsziel bekannt. Schließlich laden das Klima und die Strände geradezu dazu ein dem kalten Deutschland im Herbst zu entfliehen. Wenn ihr dort dann angekommen seid, stoßt ihr recht schnell auf einen einheimischen mit Honig verfeinerten Rum. So bin auch ich auf die Destillerie Arehucas aufmerksam geworden. Ihren Sitz hat sie seit dem 09. August 1884 in der kleinen Stadt Arucas auf der Insel Gran Canaria und startete unter dem Namen Fábrica The San Pedro. Von den Einheimischen wurde sie liebevoll nur La Fábrica genannt aufgrund der Herstellung von Zucker und Rum. Erst 1965 änderte sie ihren Namen in Destilerías Arehucas Distilleries. 2006 erweiterte die Destillerie mit dem Kauf der Fábrica de Licores Artemi ihr Sortiment um diverse Liköre und Spirituosen.

Herstellung

Wer auf der Insel ist, der kann sich vor Ort im Rahmen einer Führung die schönen Column Stills der Destillerie anschauen. In ihnen destilliert Arehucas die Melasse bevor sie in Stahltanks abgefüllt werden. Anschließend erfolgt die Verblendung um ein gleichbleibendes Geschmackserlebnis zu gewährleisten und eine Reduktion des Alkoholgehalts auf 37,5% durch langsame Zugabe von Wasser.

Geruch des Ron Arehucas Carta Blanca

Trotz seines recht schwachen Alkoholgehaltes mit 37,5% erschlug mich der alkoholische Duft erstmal. Für mich war das eine Erinnerung an Sprit. Zum Glück gab es jedoch die Melasse. Sie kam direkt angerannt und begeisterte mich mit ihrer süßen Seite.

Geschmack des Ron Arehucas Carta Blanca

Pur ist der Rum ein Wechselbad der Gefühle. Im ersten Moment schreckte mich der starke alkoholische Geschmack ab. Komplett konträr und wirklich positiv hervorzuhaben dafür war das Geschmackserlebnis des Honigs. Ich habe schon eine Vermutung, dass mich der Ron Miel Guanche begeistern wird.

Fazit

Pur eingeschenkt ist der Ron Arehucas Carta Blanca mit seiner alkoholischen Schärfe und der fehlenden Tiefe definitiv kein Rum, den ich genießen wollen würde. Als Cuba Libre oder in einem Cocktail macht er sich mit einem Preis von 16 Euro echt gut. Für mich eine Alternative zu der bekannten Fledermaus.