Ron de Jamaica von Rum Artesanal

Als letztes habe ich mir aus der Tastingbox von Rum Artesanal den Ron de Jamaica aufgehoben. Es sei soviel verraten, dass es definitiv ein krönender Abschluss war.

Schauen wir uns doch einmal an welche Destillerien sich hinter dem Ron de Jamaica verbergen. Als allerstes findet sich auf dem Etikett die Angabe „Aged WP“. WP & Jamaika? Damit ist doch bestimmt ein gereifter Rum von Worthy Park gemeint.  Die Wurzeln von Worthy Park Single Estate reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Seitdem produzieren sie schon Rum und können dementsprechend auf eine lange Tradition zurückblicken. Einer ihrer Klassiker ist der Rum-Bar White Overproof.  Bei der zweiten Angabe bin ich mir nicht ganz so sicher. Angegeben ist ein „No Age High Ester Rum Blend“. Es sind also mindestens zwei High Ester Rumsorten zum Zuge gekommen. Zum einen fällt mir hierfür Hampden (siehe Hampden Overproof) als eine DER Destillerien für High Ester Rumsorten ein, da sie mittlerweile auf eine große Historie und eine Vielzahl an High Ester Rumsorten zurückblicken können. Zum anderen fällt mir hier auch noch die Clarendon Destillerie, die mit dem MonyMusk auch einige High Ester Rum Sorten ihr Eigen nennt. Daher gehe ich bei der Beschreibung der Herstellung von allen drei Destillerien aus.

Flasche des Ron de Jamaica

Herstellung

Worthy Park stellt ihre Rumsorten her indem sie die fermentierte Melasse in ihren Pot Stills destilliert und anschließend in amerikanischen Weißeichefässern reifen lässt. Wie lange es hier der Fall ist, wird wohl ein Geheimnis von Rum Artesanal bleiben.Auch Hampden greift bei der Destillation auf Pot Stills zurück, aber anders als bei Worthy Park lassen sie ihre Melasse durch wilde (in der Luft befindliche) Hefen fermentieren. Bei Clarendon ist es nicht ganz so eindeutig, denn der Rum könnte sowohl in Pot Stills als auch in ihren Column Stills hergestellt worden sein.

Geruch des Ron de Jamaica

Stellt euch die Star Wars Titelmelodie vom Anfang als einen Rumduft vor. Ähnlich imposant und belebend war für mich der erste Duft nach tropischen Zitrusfrüchten. Hinzu kam der für Jamaika Rum typische funkige Duft der Esternoten. Im Hauptteil trumpfte dann eine wunderschöne Banane auf bevor es im Abspann leicht süßlich wurde.

Geschmack des Ron de Jamaica

Wenn der Geruch die Filmbeschreibung darstellte, dann stimmte diese total mit dem tatsächlichem Geschmacksfilm überein. Geschmacklich begann alles im Tropendschungel unter einem Bananenbaum. Es war wunderbar fruchtig und süß. Plötzlich kam aus dem Nichts eine schöne Würze und leistete uns Gesellschaft. Zum Abschluss kam eine leichte, charmante alkoholische Schärfe hinzu.

Fazit

Von der Tastingbox ist der Ron de Jamaica der herausragendste. Sowohl Geschmack als auch Geruch können total überzeugen und zeigen ihre Herkunft. Diesen Rum würde ich sogar pur trinken und finde deswegen den Preis von 16 Euro sehr angemessen.

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