Ron de Republica Dominicana von Rum Artesanal

Nachdem wir nun den Ron de Venezuela kennengelernt haben, betrachten wir heute den Ron de Republica Dominicana aus der Tastingbox von Rum Artesanal etwas näher. Das sich dahinter verbergende Unternehmen war mein Einstieg in die Rumwelt.

Nachdem wir uns ausgiebig mit dem Ron de Venezuela beschäftigt haben, verlassen wir jetzt das Festland und reisen in die Dominikanische Republik. Dort erwartet uns das ehemals kubanische Unternehmen Oliver Y Oliver. Denn ihren Ursprung haben sie als Bauern auf der Insel Kuba. Hier bauten sie direkt ihren Zuckerrohr an und destillierten ihn zu Rum. Leider zwang auch sie die Revolutionszeit auf Kuba dazu von dort in die Dominikanische Republik zu fliehen und ihr Unternehmen aufzugeben. Erst die Nachforschungen zu ihrer Familiengeschichte und den Rumrezepten ließ die Familie das Unternehmen Oliver Y Oliver 1990 gründen. Mein erster Rum war auch von dieser Firma (damals produzierten sie für die Marke Ron Esclavo) und begeisterte mich sehr. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen.

Flasche des Ron de Republica Dominicana

Herstellung des Ron de Republica Dominicana

Warum ich bei Oliver Y Oliver nicht von einer Destillerie sondern von einem Unternehmen spreche, liegt daran, dass sie selber keinen Rum produzieren. Sie kaufen Rum von den verschiedensten Destillerien von den benachbarten Inseln z.B. Trinidad & Tobago oder Panama. Daher ist es nachvollziehbar, dass Oliver Y Oliver auch nicht verraten nach welchem Verfahren sie produziert wurden oder welche Destillerie sich dahinter verbirgt (dann könnte ich ja auf die Idee kommen direkt dort zu kaufen). Zumindest erfahren wir, dass der Rum nach dem Solera Verfahren reifen durfte. Dafür verwenden sie sogar einen 8 Jahre alten Rum. Zum Schluss ist der Rum in einer Trinkstärke von 40% abgefüllt.

Geruch

Vorsichtig geworden von dem Ron de Venezuela habe ich mich langsam an den Ron de Republica Dominicana herangetastet. Doch meine Vorsicht war unbegründet, denn hier erwartete mich keine starke Alkoholnote. Dafür zeigte sich das Alter so präsent mit den Vanille- und Holznoten, dass leichte Fruchtnoten komplett zerstört waren.

Geschmack des Ron de Republica Dominicana

Zum Glück war zumindest die Holznoten geschmacklich weniger brachial. Ich würde sogar das Wort geschmeidig für das Zusammenspiel der karamelligen Süße mit den Holzaromen verwenden. Abgelöst wurde die Süße von einem alkoholisch scharfen Abgang, der mein Gesamtbild etwas trübte.

Fazit

Für 17 Euro ist der Ron de Republica Dominicana ein fairer Rum um in die Welt von Oliver Y Oliver einzusteigen. Geschmacklich zeigte er sich eindeutig als gereifter Rum mit einem Hang zum Alkohol. Daher wäre es kein Rum, den ich mir kaufen würde.

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