Daydrinking: The Equiano Rum

Wann hat man schon einmal die Chance einer Schlacht der Rumtitanen von zu Hause aus beizuwohnen? Um allen die schwere Zeit mit Corona etwas zu erleichtern, hat das Rum Depot deswegen eine Online Schlacht für uns Rumliebhaber ins Leben. Das Thema der ersten Schlacht ist Daydrinking und eröffnet wird dieser Kampf von The Equiano Rum.

Als begeisteter Rumliebhaber ist es schwer nicht vom Rum Depot zu hören. Schließlich sind sie der Veranstalter des alljährlichen German Rum Festivals. Für „The ambassadors bring a bottle party“ haben sie die Rumtitanen von Deutschland eingeladen. Dies sind

Nina Vorster von 1423
Isaac Renouard von Plantation
René Förster von Perola
Stefan Marzoll von Kirsch Import
Benoit Bail von Depaz
Charles Ghattas von Spirit of Rum
Tobias Keuper von DTS – W

© Kirsch Import e.K

Den Start beginnt bei mir anders als im Tasting Stefan Marzoll von Kirsch Import mit seinem The Equiano Rum. Bei Kirsch Import handelt es sich um ein seit über 50 Jahren bestehendes Familienunternehmen, welches sich auf den Import & Handel von Spirituosen spezialisiert hat. Zu ihrem Produktportfolio gehören unter anderem GlenAllachie, Black Tot Rum oder der heute vorgestellte The Equiano Rum.

Herstellung

Die Basis für den The Equiano Rum bildet ein aus Melasse hergestellter Rum. Dieser stammt von der Grays Destillerie auf Mauritius (auch bekannt für den New Grove) und durfte dort für 10 Jahre in ehemaligen Cognac Fässern reifen. Wie auch beim Champagner handelt es sich beim Cognac (Weinbrand) um ein geschütztes alkoholisches Getränk aus Frankreich. Deswegen kommen hier auch anders als sonst üblich French Limousin Eiche Fässer zum Einsatz. Anschließend darf der Rum seine Reise nach Barbados antreffen und wird dort mit einem 8 jährigen in Bourbon Fässern gelagerten Rum der berühmten Foursquare Destillerie vermählt.

Geruch

Rosinen ist eine der ersten Düfte, die ich beim The Equiano Rum wahrnehmen konnte. Zusätzlich zu der durch die lange Fasslagerung erreichte Holznote könnt ihr einen frischen Zitrusduft in eurer Nase spüren.

Geschmack

Auch wenn der The Equiano Rum ungesüßt ist, vermittelt er im Mund eine angenehme Süße ohne aufdringlich zu wirken. Mich erinnerte die Süße an saftige Rosinen gepaart mit dezenten Holznoten. Zum Schluss war der Abgang dann von Anisnoten mit einem kaum wahrnehmbaren Aroma nach Orange geprägt.

Fazit

Das Thema hat der The Equiano Rum mit einem fairen Preis von 45 Euro sowie seinen fürs Daydrinking geeigneten Aromenspiel aus meiner Sicht voll und ganz erfüllt. Er hat schöne Fruchtnoten ohne intensiv oder zu komplex zu wirken. Wirklich überraschend und auch lobenswert zu erwähnen ist die offene Kommunikation und vollkommene Transparenz hinsichtlich der Herstellung.

Meinen Eindruck könnt ihr auch HIER in der Rum Tasting Notes App sehen.

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